Nach dem Arabischen Frühling

Detail vom Opernhaus in Kairo

Sainab

Die Leiche einer jungen Frau wurde in Syrien gefunden. Sie war offenbar schwer misshandelt worden; "Aktivisten" identifizierten sie als eine junge Frau namens Sainab und erklärten, sie sei von sicherheitskräften gefoltert und getötet worden. Sie wurde zu einer Ikone der Aktivisten

Wochen später trat eine junge Frau im syrischen Fernsehen auf, erklärte sie sei Sainab und nicht von den Sicherheitskräften getötet worden, sondern sie lebe und sei vor häuslicher Gewalt zu Verwandten geflohen. Die lebende Sainab wurde wirklich als Sainab identifiziert.

Aus dem wenigen, was sie zu ihrer Flucht von zu hause erklärte, wurde eine private Tragödie deutlich, wie sie in ländlichen Gebieten Syriens nicht so selten ist.

Junge Frauen, die unter vollständiger Überwachung und dem Druck ihrer Familie stehen. Sie können kein eigenständiges Leben führen. Das ist nicht so sehr eine Frage der Religion, als vielmehr der konservativen ländlichen Gesellschaft

Unsere Wertung: entscheidend für unsere Einstufung war vor allem, dass gerade eine persönliche Tragödie im konservativen ländlichen Umfeld zur Ikone der Propaganda gemacht wurde.Unsere Einstufung: Platz 2!

Platz 10: Folter im Gefängnis

Platz 9: Syrien undercover

Platz 8: Proteshochburgen in den Grenzdörfern

Platz 7: Brutalitäten

Platz 6: Beobachter werden belogen

Platz 5: Ölzweige als Produktmarke

Platz 4: Killing Fields

Platz 3: Millionen demonstrieren gegen Assad

Platz 2: Sainab vom Sicherheitsdienst brutal umgebracht

Platz 1: Lesbische Bloggerin in Damaskus